Das Rubrikenmarktprinzip mittels wilder Enten

Rubrikenmärkte benötigen eine Mindestanzahl von Anzeigen, um relevant und damit erfolgreich zu sein. Faszinierend hat dies kürzlich ein süddeutscher Zeitungsverleger gegenüber seinem Team auf den Punkt gebracht. Für seinen ungewöhnlichen Vergleich griff er auf die Erfahrungen eines Teichpächters zurück, der mit Enten Geld verdienen wollte:

Der Teichpächter kaufte 1.000 Enten und erlaubte dem ersten Jäger drei davon gegen Geld zu erlegen. Das Ergebnis war, wie in der alten Scherzrechnung für Kinder: Wie viele Enten blieben noch, nachdem der Jäger drei erschossen hatte? Keine – alle flogen weg.

Der Teichpächter erhöhte seinen Einsatz und erwarb 5.000 Enten. Wieder durfte ein Jäger einige erlegen. Diesmal blieben nicht nur die überlebenden Enten bei den Teichen sondern weitere vorbeiziehende Enten kamen hinzu. Sie waren der Überzeugung, wo sich so viele Enten aufhielten, musste es ein guter Lebensraum für Enten sein…..
Welch plastische Art die kritische Masse eines Rubrikenmarktes aufzuzeigen.